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was spricht eigentlich gegen Gentoo GNU/Linux, ausser dass es ein bisschen ressourcefressend ist (was man eingrenzen kann durch dcc, compiler cache, ect...). Wir haben hier, in der Netz-AG eines Studentenwohnheims, ein recht umfangreiches Netzwerk, mit >250 Anschlüssen und haufenweise Diensten (NFS, Cups, DBs, Webspace, Multicast, Mail, Jabber ....), die komplett von Gentoo Kisten gemanaged werden. An den Anschlüssen hängt alles, was ein Student halt hat Windows, Linux, Mac, Symbian, Android und whatever. Wir selber bieten den Usern nur eine Workstation im Foyer von der man Surfen kann, die mit KDE und Gentoo bestückt ist.
Meine Erfahrung mit Gentoo ist, dass es wesentlich aufgerauemter und durchdachter vom Systemaufbau ist. Die Useflags sind ein Traum. Jemand der schon mal PHP auf Ubuntu, mit --with-curlwrappers bauen musste, weiß wovon ich rede.
Mich würde aber interessieren, welche Probleme Firmen in groesseren Umgebungen mit Gentoo haben. Oder welche Probleme du bei Gentoo siehst, ausser es kompiliert jeden Scheiss
Die USE-Flags von Gentoo sind eine feine Sache, aber das Problem ist die fehlende Alternative. Man muss jedes Paket kompilieren, was je nach Einsatzzweck ziemlicher Overkill werden kann. Ein Admin der mal "schnell testen will ob die Syntax seines Lips-Scripts korrekt ist" oder der mal nebenbei die Performance bzw. Bedienbarkeit von CVS/SVN/GIT/DARCS/.. vergleichen will, der will das Ding schnell installieren, ausprobieren und dann ggf. deinstallieren. Gleiches gilt für den Fall wenn auf einem Server $EDITOR fehlt; GNU Emacs (als Extrembeispiel) aus den Sourcen zu kompilieren, nur damit $USER damit arbeiten kann, dauert ziemlich lange, während das Ding mittels Binary-Packages in einem Bruchteil installiert ist.
Ein weiterer Nachteil ist, das Gentoo keine "richtigen" Releases hat, sondern auf ein sog. Rolling Release setzt. Da werden dann des öfteren aktuellere Programmversionen ins Update eingeschlossen, obwohl man die teilweise gar nicht benötigt. Man kann zwar diese dann vom Update ausschließen, allerdings muss man dann wieder selbst Hand anlegen. Wenn man klar definierte Releases hat, kann man sein System mit "update" und "{dist,safe}-upgrade" und einem Cronjob zwischen den einzelnen Releases auf den aktuellsten Stand halten (was sicherheitsrelevante Sachen angeht). Bei Gentoo kann es schonmal passieren das die neuste Version von $FOO nicht abwärtskompatibel ist und somit $SERVICE mehrere Stunden offline ist.
Letztendlich ist es egal für welche Distribution man sich entscheidet. Man kommt so und so vom Regen in die Traufe und sucht sich einfach den Regenschirm aus, der nicht ganz so viele Löcher hat.
Gibt's eigentlich eine List von TCSEC-zertifizierten Systemen?
Betreffend AIX , theoretisch müßte das doch sowas wie die eierlegende Wollmilchsau sein, u.a. auf Grund der vorhandenen Linux-Quelltext-Kompatibilität (vom Kompilierungs-Aufwand mal abgesehen), aber ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der das wirklich kennt oder gar einstzt.
Auf der Seite von IBM/Lenovo habe ich auf den ersten Blick auch keine AIX-Worstation mehr gefunden - alles Windows.
Interessant dazu sind evtl. folgende Links:
- https://www.bsi.bund.de/[...]/zertifizierungundanerkennung_node.html
- https://www.bsi.bund.de/[...]/ITSEC/itsec_eval.html
AIX scheidet beim Großteil der Firmen aus, weil die Anschaffungskosten relativ hoch sind und man an so eine Kiste keinen Linux-Admin setzen kann. Also kann man schon, aber ob man das will ist die Frage. Ich hatte schon bei einigen Firmen zu tun, die seit Jahren AIX incl. IBM-Hardware einsetzen. Ganz so selten ist das also nicht; nur für Workstations im privaten Umfeld braucht man es nicht wirklich.http://www.dv-dialog.de/[...]/wie-haeufig-ist-ibm-i-im-einsatz.html
Selber habe ich mal mit Windows 2000 angefangen. Bin dann zu FreeBSD gewechselt (bestimmt zwei Jahre) und bin damals wegen der sehr schroffen bis seltsamen BSD Community zu Debian gewechselt. Beruflich läuft alles unter Windows. "Wir" sind ein sehr reiches Unternehmen. Beim wechsel des Geschäftsführers vor 9 Jahren wurde innerhalb weniger Monate von SUN nach Microsoft gewechselt. Ja, dass ging sehr schnell damals! Die beiden Admins konnten damals auch gleich mit gehen ...
Auf meiner Workstation läuft OpenBSD Stable (derzeit 4.
Auf meinem Backup-Server läuft ebenfalls OpenBSD, nur mit verschlüsselter Partition. Auf meinem Server (steht links unter dem Tisch) läuft FreeBSD mit diversen jail(8)s. Auf meinem Test-Rechner läuft momentan Slackware 13.1; da wird installiert wozu ich grad Lust habe.
Aber kompilierst du auf deine betagten Workstation denn alles?
Oder bedienst du dich dann nur pkg_add?
Zuguterletzt, läuft Wheezy rund? bei Squeeze Updates habe ich mir immer alles zerschossen. Wieso nicht Ubuntu? Oder lehnst du das aus ideologischen Gründen ab?
Naja. quodlibet. Deine Seite ist genial (thx für die dotfiles)
und spätestens seit deinem Desktop Screenshot bist du jenseits von gut und böse.
So jetzt bin ich dir ordentlich innen Arsch gekrochen.
mfg
Im normalen Betrieb hatte ich noch keine größeren Probleme mit Wheezy; ab und zu mal eine fehlende/falsche Abhängigkeit oder so Kinderkrankheiten, aber sonst.. Ich muss aber auch dazu sagen das ich nicht gezielt nach Fehlern suche, sondern dir mir ins Gesicht springen müssen. Von Ubuntu halte ich nichts, weil ich keinerlei Vorteile darin sehe und bevor ich einen Abklatsch installiere der voll von grafischen Schnickschnack ist den ich erst deinstallieren müsste, verwende ich gleich das Original und installiere was ich brauche.
Sowohl auf der Workstatation, als auch auf den Notebooks.
Läuft prima, und ist finde ich ein guter Mittelweg zwischen Gentoo und Co. Extrem anpassbar, alles aufs minimalste vorkonfiguriert, dass man größtmöglichen Freiraum hat, immer aktuelle Binärpakete, wenns doch mal sein muss kann man auch Prima aus dem AUR (Arch User Repo) was zussamenkompolieren oder selber Pakete erstellen. (PKGBUILD-Script sind ziemlich angenehm zu erstellen) und pacman ist, finde ich, ein sehr angenehmer Paketmanager.
Bei Updates gibts zwar mal hier und da Problemchen, vorallem bei so Sachen wie Xorg, aber bisher hab ich die auch immer noch alle gelöst bekommen. Das liegt auch weniger an den Arch-Leuten sondern schlichtweg an der Software selber.
Die aktuellen Pakete sind immer gestetet und funktionieren auch, nur grade z.B. Xorg verhält sich je nach Version mal wieder anderst und mag meine xorg.conf nicht mehr oder sonst ein Quirk tritt auf, aber naja, was solls.
Rolling-release + BSD-Style/KISS an vielen Stellen des Basissystems + aktuelle, relativ "vanilla" Pakete + Arch Build System - was natürlich nicht portage ist, aber für meine Zwecke (wenige Pakete von Hand konfigurieren/bauen/updaten) völlig ausreichend.
Das kann momentan keine andere Linux-Distro bieten. Gentoo könnte es, wenn sie gut gewartete binary-repos (wenigstens für Basis-Komponenten) anbieten würden.
Und *BSD hat auf dem Desktop/Notebook (für mich) andere Nachteile.
lg
Midori
WLAN macht überhaupt keine Probleme, aus meiner Sicht gibt es z.Zt. drei gravierende Mankos:
1) der Fingerprintreader (bsp_upektfmess) funktioniert nicht (mehr).
2) es gibt Skype nicht (mehr) und
3) es gibt keine aktuelle VMWare (VirtualBox läuft zwar gut, erlaubt aber keinen USB-Zugriff, was blöd ist).
Ansonsten fällt mir im Augenblick nichts weiter ein, was fundamental gegen den Einsatz von FreeBSD spricht.





Hier habe ich schonmal dazu ausführlich Stellung zu meiner Aussage "[...] allein schon deswegen damit ich nicht ständig *BSD anstelle von Linux installieren muss [...]" bezogen, aber anscheinend reicht das immer noch nicht. Einige Debian-Nazis haben mir n
Aufgenommen: Jun 05, 11:45